Chronik

„Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte der Musik denn die Musik hat seit jeher eine wichtige Aufgabe im menschlichen Leben. Das eigene Schaffen und unmittelbare Erleben bildet auch heute noch die Grundlage eines lebendigen Kulturgeschehens.“

Mit diesem Gedicht beginnt Konsulent Franz Gruber die Führung der Chronik des Musikvereins Schönering. Die Aufzeichnungen beginnen mit dem Jahr 1872. In diesem Jahr übernahm der Lehrer Johann Ehler die Leitung der Volksschule Schönering. Dieser musikalische Schulmann leitete den Kirchenchor, spielte Orgel und bildete junge Leute zu Streichern und Bläsern aus, die neben der Gestaltung des Gottesdienstes auch gesellschaftliche Ereignisse musikalisch umrahmten. Damit war der Grundstock für die Musikkapelle Schönering gelegt. 1927 kam der ehemalige Musikprofessor Heinrich Hagleitner als Pfarrer nach Schönering und führte die Kapelle zu einem musikalischen Höhepunkt. Zu seiner Zeit entstand auch der Marsch „Auf nach Schönering“.

Während des 2. Weltkrieges mussten viele Musiker zu den Waffen greifen und danach galten die Sorgen der Menschen in erster Linie dem Wiederaufbau. Wie der Chronik zu entnehmen ist fand 1953 die Neugründung der Feuerwehr-Musikkapelle Schönering-Edramsberg statt. Bereits 1955 nahm die Musikkapelle zum ersten Mal an Wertungsspielen teil. Zu dieser Zeit begann der Ankauf neuer Instrumente und die Anschaffung neuer Trachten anstatt der Feuerwehruniformen. Jetzt war es auch an der Zeit eigene Räumlichkeiten für Proben zu schaffen. So wurde mit dem Ausbau eines Raumes zu einem Probelokal im Bauernhof Ramaseder begonnen. Kurz darauf (1965) löste sich die Musik von der Feuerwehr und bildete einen eigenen Musikverein. 1982 feierte der Musikverein Schönering sein 110 jähriges Bestandsjubiläum. Anlässlich dieses Jubiläums schuf Altbürgermeister Reg.Rat Josef Füreder eine äußerst interessante und umfassende Festschrift. Im April 1986 ist ein langersehnter Wunsch des Musikvereines Schönering in Erfüllung gegangen, der Verein konnte sein eigenes Probelokal hinter der Volksschule beziehen. Auch im Ausland konnte der Verein einige Erfolge erzielen. Zur Auslandskarriere des Musikvereins zählt vor allem die Teilnahme an den „Internationalen Musiktagen“ und dem „Internationalen Musikfestival“ in Rastede (Norddeutschland). Auch bei einer großen Wahlveranstaltung in Wien durfte der Musikverein Schönering natürlich nicht fehlen.

Zahlreiche Ehrungen beim Landeshauptmann gaben Anerkennung dafür, dass sich die harte Probenarbeit und die dadurch erreichten großen Erfolge an den Konzert- und Marschwertungen gelohnt hatten. So fand 1994 auch die Verleihung der „Professor-Franz-Kinzl-Medaille“ für besondere musikalische Leistungen durch Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck statt. Heute tritt der Musikverein Schönering in einer Tracht bestehend aus schwarzer Hose, rotem Westerl, weißem Hemd, blauem Rock, dazupassendem Binderl und schwarzem Hut auf. Viele selbstverständliche Ausrückungen und die Teilnahme an Konzert- und Marschwertungen bilden heute das Vereinsgeschehen. Auch das Frühjahrs- und Kirchenkonzert tragen alljährlich zu den Höhepunkten des Vereins bei.

Kapellmeister seit 1872:
Johann Ehler            1872 - 1910
Josef Niedermayr        1910 - 1922
Friedrich Niedermayr    1922 - 1927
Heinrich Hagleitner     1927 - 1935
Ludwig Niedermayr       1935 - 1955
Karl Schmittner         1955 - 1960
Ludwig Niedermayr       1960 - 1968
Rudolf Seidel           1968 - 1973
Josef Samhaber          1973 - 1975
Andreas Bachlechner     1976
Franz Hackl und 
Rudolf Stadler          1976 - 1977
Josef Penz              1977 - 1980
Ernst Wöß               1980 - 1988
Adalbert Mikes          1988 - 1998
Helmut Riepl            1998 - 2004
Thomas Rizy             2005
Tanja Geiger            2005 - 2006
Rudolf Feitzlmaier      2007 -
Obmänner seit ca. 1927
Ludwig Öhlinger              1927
Gottfried Öhlinger           1953 - 1984
Friedrich Meinschad          1984 - 1993
Franz Kuppek                 1993 - 1999
Josef Brunhuber-Gruber       1999 - 2006
Gerhard Gabriel              2006 - 2012
Wolfgang Mayr                2012 - 2015
Roland Wolfesberger          2015 -